das richtige digitalpiano fuer Anfaenger

Das richtige Digitalpiano finden - worauf man beim Kauf achten sollte | Der session-Ratgeber für Einsteiger

Das Digitalpiano

Denkt man heutzutage ans „Musik machen“, fällt es einem schwer, nicht sofort an die schwarz-weißen Tasten eines Klaviers oder gar Flügels zu denken. Das Piano ist allgegenwärtig und Dank seinem charakteristischen Klang, aus den verschiedenen Genres und Musikstücken nicht mehr wegzudenken.  Heutzutage erfreut sich das Piano in allen Gesellschaftsschichten über eine hohe Popularität.

Dies war allerdings noch nicht immer so. Lange Zeit galt das Klavier spielen als Privileg und war eher in der Hochkultur zuhause bzw. der Elite vorbehalten. In erster Linie lässt sich dieser Umstand wohl auf die teuren Anschaffungspreise eines akustischen Klaviers zurückführen. Wer damals kein geräumiges Anwesen mit angeschlossenem Salon und entsprechender Brieftasche sein Eigen nennen konnte, hatte schnell das Nachsehen. Das Pianospiel war für einen so weit entfernt, wie der Weg von der Erde bis zum Mond.

Heutzutage sieht es Dank modernen „Digitalpianos“ schon ganz anders aus. Das Digitalpiano und alle seine Artverwandten, haben sich nicht nur Dank der gewichteten Tastatur und des authentischen Pianoklangs, sondern vor allem auch durch einen günstigeren Preis, Stimmstabilität sowie der Platz-  und Gewichtsersparnis zu einer echten Alternative entwickelt.

Doch betrachtet man den Digitalpianomarkt, sieht man gerade als Einsteiger schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Was man bei dem Kauf eines Digitalpianos beachten sollte, welche Vorteile es bietet und wie man in der schier endlosen Auswahl, an unterschiedlichen Pianos den Überblickt behält, möchten wir euch mit diesem Einkaufsratgeber näher bringen.

Spielst du dein Piano zu Hause oder auf Reisen?

Wer darüber nachdenkt sich ein Digitalpiano anzuschaffen, der sollte sich vor dem Kauf zuerst folgende Frage beantworten: „Möchte ich mein Digitalpiano lediglich zuhause spielen oder bin ich vielleicht darauf angewiesen, es öfter von A nach B zu transportieren?“ Mögliche Gründe für die zweite Variante wären, gemeinsame Bandproben im privaten Übungsraum, aber auch Auftritte auf unterschiedlichen Konzertbühnen. In beiden Fällen, egal ob man sich für die Variante zu Hause oder auf Reisen entscheidet, sind unterschiedliche Kaufkriterien entscheidend. In der folgenden Videoplaylist zeigen wir euch die grundlegenden Unterschiede zwischen einem Homepiano, einem Kompaktpiano und einem Stagepiano.




Das Digitalpiano für zu Hause

Möchte man sein Piano lediglich in den eigenen 4-Wänden spielen, entscheidet man sich beim Kauf neben den klanglichen und technischen Eigenschaften, die wir gleich noch etwas genauer unter die Lupe nehmen, meistens für ein Digital- oder auch Homepiano. Diese kommen dem akustischen Klavier optisch am nähesten. Ein Stagepiano wurde – wie der Name schon sagt – für den leichten Transport und die Verwendung auf der Bühne konzipiert. Digitalpianos hingegen sind optisch ansprechender und können perfekt mit der heimischen Wohnlandschaft verschmelzen. Eine Zwischenlösung, sind die etwas schlankeren „Kompakten-Digitalpianos“. Der Übergang zum Stagepiano ist fließend. Kompakte-Digitalpianos sind etwas platzsparender, können aber mit den meistens, optional erhältlichen Ständern oder Unterbauten in der gleichen Farbe, in ein Homepiano verwandelt werden. Ob das Piano dabei klassisch schwarz-hochglanz oder eher in einer matten Variante in weiß, wahlweise aber auch aus Rosen- oder Kirschbaum daher kommt, bleibt dem eigenen Geschmack und dem Interieur überlassen. Die Auswahl ist im Digital- und Homepiano Segment in jedem Fall so vielseitig, wie die unterschiedlichen Einrichtungsstile. Hat man sich für eine Farbvariante entschieden, findet man bei gängigen Herstellern wie Kawai, Yamaha, Roland oder Neuwerk, verschiedene Digitalpianos in unterschiedlichen Ausführungen im Sortiment.

Die Leistung steckt unter der Haube

Die Auswahlkriterien eines E-Pianos lassen sich allerdings nicht an der Optik fest machen. Die wirklich wichtigsten Merkmale und Unterschiede liegen unter der Haube bzw. dem Pianodeckel versteckt. Denn sind wir mal ehrlich, wer kein akustisches Klavier oder gar einen Flügel bei sich zuhause aufstellen kann, dem geht es mit der preiswerteren und platzsparenden digitalen Variante in erster Linie, um einen originalgetreuen Klang und ein authentisches Spielgefühl.

Kann der Klang eines Digitalpianos mit dem eines akustischen Klaviers mithalten?

Da bei einem akustischen Klavier der Klang mechanisch erzeugt wird und dabei die einzelnen Bestandteile von der Pianosaite, über den Resonanzraum, in Verbindung mit einer ganzen Menge Physik eine zentrale Rolle übernehmen, möchten wir diese Frage nur bedingt mit Ja beantworten. Akustischer Klang, bleibt nun mal akustischer Klang. Dank hochwertiger Digitaltechnik lässt sich der Klang eines akustischen Klaviers oder gar Flügels, allerdings sehr originalgetreu, elektronisch nachbilden. Grundlegend ist hierfür die Sampling-Technologie verantwortlich, die seit den 1990er Jahren die Musiktechnik prägte und immer weiter verfeinert wurde, um Klang und Spielgefühl noch authentischer zu gestalten. Moderne Digitalpianos gehen heute sogar noch ein Schritt weiter und arbeiten auf der Basis von Physical-Modeling. Bei dieser Art der Tonerzeugung, sind die Qualitätsunterschiede, zu der meistens preiswerteren Sampling-Methode enorm. Der Ton wird hierbei digital nachgebildet und erfolgt durch die Berechnung physikalischer Parameter. So können Klänge schnell erzeugt werden, die dem physischen Verhalten eines Klaviers, lebendig und realitätsgetreu nachempfunden sind. Nach dem heutigen Stand der Technik, handelt es sich hierbei um das Nonplusultra.

Entdecke die Vorteile digitaler Klangerzeugung

Dank der digitalen Klangerzeugung beim E-Piano ergibt sich direkt ein weiterer Vorteil gegenüber dem akustischen Klavier. Wir sind nicht nur an „den einen Pianoklang“ gebunden. Bei jedem Digitalpiano kann man zwischen einer Vielzahl an unterschiedlichen Klangfarben, bzw. Tönen oder Presets Wählen. Mit nur einem Knopfdruck, kann man sein Grand-Piano ganz schnell in einen E-Piano-Sound oder Streichersatz verwandeln und diesen in manchen Fällen (je nach Ausstattung), sogar mit Effekten versehen. Darüber hinaus und um nicht aus dem Takt zu kommen, haben wir die Möglichkeit unser Spiel durch einen weiteren Knopfdruck von einem Metronom oder einer Begleitautomatik unterstützen und bei einigen Modellen sogar aufzeichnen zu lassen.

Rock around the Clock: Auch um Mitternacht steht dem Klavier Spiel nichts im Wege

Wenn man von der Muse geküsst oder die Probe zu Hause gerade besonders gut läuft, aber der Uhrzeiger bereits stark auf Mitternacht zugeht, wäre mit einem akustischen Klavier längst Feierabend und Dank des zuverlässigen Hausmeisters, es wahrscheinlich gar nicht erst so weit gekommen. Da der Klang in einem Digitalpiano – wie wir bereits gelernt haben - elektronisch erzeugt wird, lässt sich das Klavier Spiel zur späteren Stunde aber noch weiter ausdehnen. Dies verdanken wir der Lautstärkeregulierung. Diese erlaubt uns ein sehr leises Piano Spiel und ist auch für fortgeschrittene Pianisten ein Beweggrund, von dem akustischen auf das digitale Pendant umzusteigen. Alle E-Pianos für zu Hause sind praktischerweise mit einem Stereo-Lautsprechersystem ausgestattet und verfügen darüber hinaus über einen Kopfhöreranschluss. Dank der Möglichkeit einen Kopfhörer an das Digitalpiano anzuschließen, klappt es dann auch zur späteren Stunde, selbst mit dem lärmempfindlichsten Nachbarn. Wobei sich dieser evtl. noch über mechanische Geräusche beim Anschlag der Tasten beschweren könnte. Dieser ist vergleichbar mit Trittschall und lässt sich aufgrund der verbauten Hammermechanik nur bedingt vermeiden. Bei seinem Digitalpianokauf sollte man darauf achten, dass die verbauten Lautsprecher, sowohl die Höhen als auch die Tiefen klar, kraftvoll und ohne Verzerrung abbilden. Die meiste Zeit möchte man sein Piano Spiel schließlich über den Raumklang genießen oder seinen Fortschritt mit dem Lehrer oder der Familie teilen.

Die Kaufentscheidung steht und fällt mit dem Spielgefühl der Tastatur

Neben den optischen und klanglichen Gesichtspunkten, sollte man bei seinem Digitalpiano Kauf vor allem Wert auf ein authentisches Spielgefühl legen. Ausschlaggebend und sicherlich kaufentscheidend sind hierbei das Anschlagsverhalten und die Gewichtung der Tasten. Für ein authentisches Pianospiel sind die 88 Tasten bei allen Digitalpianos mit einer gewichteten Hammermechanik ausgestattet. Der Name Hammermechanik stammt daher, dass bei einem akustischen Klavier bis heute, kleine Hämmer dafür verantwortlich sind die Pianosaiten anzuschlagen. Um bei einem Digitalpiano das Spielgefühl möglichst  authentisch und realistisch zu simulieren sind zwar immer noch Hammer verbaut, doch werden dabei keine Saite mehr angeschlagen. Inzwischen ermittelt der eingebaute Computer den Tastendruck und wandelt ihn in laute oder leise Audiosignale um. Je besser das Spiel zwischen dem Anschlagsverhalten und der Gewichtung der Tasten abgestimmt ist, desto realistischer empfindet man die Dynamik. Unterschiedliche Qualitätsstufen lassen sich auch in der Beschaffenheit der Klaviertastatur feststellen. Während einem im Einsteigerpreissegment eher Kunststofftasten begegnen, finden mit ansteigendem Preis häufiger Holztasten Verwendung. Einsteigern empfehlen wir bei der Anschaffung ein Digitalpiano mit einer mittelstark gewichteten Tastatur. Ist das Gegengewicht für den Anfänger nämlich zu hoch, wirkt sich dies negativ auf das Pianospiel aus. Die Kraft in den Fingern und die Motorik müssen sich mit der Zeit erst entwickeln. Ob die Tasten dabei aus Kunststoff oder Holz gefertigt sind, spielt erstmal nur eine untergeordnete Rolle.  Vor dem Kauf eines Digitalpianos sollten aber unbedingt verschiedene Klaviaturen von unterschiedlichen Herstellern angespielt und nach dem eigenen Wohlbefinden ausgesucht werden. Der eigene Geschmack, sagt in der Regel mehr als 1000 Wörter.

Keine Wartungskosten, dafür Stimmstabilität

Ein weiterer positiver Nebeneffekt, der sich beim E-Piano durch die digitale Klangerzeugung ergibt ist, dass nach dem Kauf keine teuren Wartungskosten entstehen und auch der damit verbundene Aufwand, den man bei einem akustischen Klavier für die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit aufwenden müsste, entfällt ebenfalls. Das Digitalpiano behält dauerhaft seine Stimmung und ist stets einsatzbereit. Dies freut nicht nur den Einsteiger, sondern auch das Portemonnaie.

Passende Ständer für Digitalpianos

Um das Erscheinungsbild eines Digitalpianos abzurunden und möglichst nah an sein akustisches Vorbild anzugleichen, befinden sich bei den Homepianos im Lieferumfang, neben dem Spieltisch - in dem die Tasten, die Klangerzeugung, als auch die Lautsprecherboxen untergebracht sind - auch noch Seitenteile und Rückwand sowie ein Fusspedal. Zusammengebaut ergeben die einzelnen Bestandteile den Unterbau eines E-Pianos. Es empfiehlt sich das Digitalpiano nach dem Kauf zu zweit zusammenzubauen. Die stationären Modelle für zu Hause wiegen nämlich schnell mal über 80 Kilogramm. Dieser Umstand  sorgt dafür, dass sie nach dem Aufbau, meistens an einem und demselben Platz stehen bleiben. Im direkten Vergleich zu einem akustischen Klavier oder Flügel ist die Gewichtsersparnis dennoch enorm. Es kann mit 2 Mann transportiert werden. Wer ein Digitalpiano bevorzug, dass nicht ganz so wuchtig, sondern platzsparender daherkommt und es auch mal auf die Seite stellen möchte, dem empfehlen wir bei seiner Kaufentscheidung über ein „Kompaktes-Digitalpiano“ oder auch Stagepiano (Bühnen-Piano) nachzudenken. Kompakte-Digitalpianos sind im Vergleich mit einem Homepiano wesentlich schlanker und auch leichter. In ihrem Lieferumfang befinden sich in der Regel auch keine Ständer oder Unterbauten. Wer darauf trotzdem nicht verzichten möchte, hat die Möglichkeit, diese durch optisch passende Ständer für Digitalpianos zu ergänzen. Beim Kauf dieser Ständern sollte man darauf achten, dass der Pianostand nicht wackelt und einen stabilen Stand hat.

Das Digitalpiano für unterwegs | Das Stagepiano

Wer auf sein Digitalpiano unterwegs nicht verzichten kann und seine gewichtete Tastatur häufiger an verschiedenen Orten bedienen möchte, für den ist ein Stagepiano die richtige Wahl. Wie es sich anhand des Namens bereits vermuten lässt (Stage = Bühne), sind Stagepianos in erster Linie für das häufige auf- und abbauen und den manchmal hektischen und harten Bühnenalltag konstruiert. Das relativ leichte Gewicht  von ca. 10 – max. 40 Kilogramm (je nach Ausstattung) und die kompakten Abmessungen, lassen den Transport zum Kinderspiel werden. Holzoptik und Hochglanzlackierung sucht man hier meistens ebenso vergebens, wie eingebaute Lautsprecher. Das Stagepiano muss in der Regel über einen externen Lautsprecher (Keyboard-Combo), ein PA-System oder die HiFi-Anlage verstärkt werden. Dies liegt daran, dass die verschiedenen Instrumente im Live-Betrieb, separat ausgesteuert, abgemischt und über eine große PA-Anlage ausgegeben werden. Nur bei einigen Modellen befindet sich ein eingebautes Lautsprechersystem an Bord, welches in der Regel für die Beschallung der eigenen 4-Wände oder kleinere Veranstaltungen ausreicht. Grundsätzlich erinnern aber lediglich die 88 gewichteten Tasten, sowie die gemeinsame Technik der digitalen Klangerzeugung, an die Digitalpianos für den Hausgebrauch. Die gewichtete Tastatur – auf die es dem Pianisten beim Spielen bekanntlich ankommt – ist bei einem Stagepiano in einem robusten und widerstandsfähigen Gehäuse oder manchmal sogar in einem road-tauglichen Case eingefasst, steht den Tastaturmodellen, der oben besprochenen Homepianos aber qualitativ in nichts nach.

Umfangreiche Ausstattungsmerkmale für den Live-Betrieb

Stagepianos sind darüber hinaus häufig mit mehreren professionellen Klangfarben bzw. Presets ausgestattet. In unterschiedlichen Kategorien finden wir vorsortierte E-Pianos, Streicher oder auch mal einen Synthesizer-Sound. Diese zusätzlichen Klänge kommen im Live-Betrieb wie gerufen und bereichern den typischen Grand-Piano-Sound ungemein. Ergänzt wird die Klangvielfalt in der Regel von unterschiedlichen Effekttypen, mit denen man seinen Sound, z.B. mit einem Hall (Reverb) oder Echo Effekt (Delay) veredeln kann. Weitere Features können die praktischen Split- oder Layer-Funktionen sein. Diese erlauben Teilbereiche der Tastatur aufzuteilen, um 2 oder mehrere Klänge nebeneinander und/ oder übereinander zu legen und sie miteinander zu mischen. Betrachtet man die Rückseite eines Stagepianos finden wir neben dem obligatorischen Kopfhörer-Anschluss, weitere nützliche Ein- und Ausgänge für den Live-Betrieb. Das wären u.a. Midi-In, -Out und -Through zur Kommunikation mit dem Computer oder anderen Soundmodulen, Cinch- oder Stereoklinke (L/R) Ein- sowie Ausgänge zum Anschluss an ein Mischpult, Combo oder die bereits erwähnte Stereoanlage, darüber hinaus weitere Anschlüsse für Hold- und Sustain-Pedale, als auch USB-Ports für die Verbindung mit einem Laptop oder Computer. Der kreativen und professionellen Verkabelung auf der Bühne sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Welches Digitalpiano ist das richtige für mich?

Mit welchem Digital- bzw. Home- oder Stagepiano man am meisten Freude haben wird, hängt wie wir gelernt haben, mit unterschiedlichen Faktoren zusammen. In erster Linie, sollte man auf seine Ansprüche, Vorlieben und das eigene Wohlbefinden achten. Nur wenn man mit dem Klang und dem Spielverhalten der Tastatur seines Digitalpianos zufrieden ist, wird man lange Freude damit haben. Die Auswahl lässt sich vor dem Kauf sehr einfach eingrenzen.

Digitalpianos für Einsteiger

Möchte ich mit meinem Digitalpiano lediglich zu Hause spielen und dabei vom Klang und Spielgefühl einem akustischen Klavier möglichst nahe kommen, dann sind sogenannte Home- oder auch Kompakte-Digitalpianos die richtige Wahl für mich. Im Einsteigerpreissegment zwischen 500,- und 1200,- EUR bieten gängige Hersteller wie Casio (Privia- und Celviano-Serie), Kawai (CL- und CN-Serie), Neuwerk (Charo-One- und Aventur-Serie) aber auch Roland (RP- und FP-Serie ) und Yamaha (Arius-Serie) bereits große Auswahlmöglichkeiten und professionelle Features. 88 gewichtete Tasten, inklusive Hammermechanik und Fusspedalen, sowie einem Stereo-Lautsprechersystem gehören zur Grundausstattung. Die Bedienelemente sind übersichtlich gestaltet und einfach in der Handhabung. Es können sogar zusätzliche Klänge wie eine Reihe Streicher, Cembalos und Orgeln ausgewählt werden. Wichtig zum Üben: Ein Metronom, Begleitautomatik und eine Aufnahmefunktion sind ebenfalls an Bord.

Digitalpianos für Fortgeschrittene und Profis

Mit steigendem Preis bekommen fortgeschrittene und professionelle Spieler, nicht nur umfangreichere Ausstattungsmerkmale und Funktionen, sondern auch eine höhere Klangqualität und ein noch authentischeres Spielgefühl. Dieses zeichnet sich besonders durch eine höhere Stimmenanzahl (Poyphonie) und eine dynamischere Abstimmung der Klaviatur aus. Aus dem Hause Kawai, haben sich im mittleren bis oberen Preissegment zwischen 1400,- und 2500,- EUR, die CA- und die CS-Serie etabliert. Die Digitalpianos aus der HP-Serie von Roland oder Yamahas Clavinova-Serie überzeugen aber ebenfalls mit überragender Haptik und realistischen Pianoklängen. Bei allen Herstellern sind die 88 Tasten bereits aus Holz gefertigt und zusätzlich mit einer „Ivory Touch“ Oberfläche überzogen. Diese Oberfläche ist Elfenbein nachempfunden und sorgt dadurch für ein noch realistischeres Pianospiel. Unter der Haube der kompakten Digitalpianos ist die Stimmanzahl (Polyphonie) ebenfalls gestiegen. Der Pianoklang kommt einem akustischen Klavier sehr nahe und auch das Spielgefühl der anschlagdynamischen Tastatur mit Hammermechanik ähnelt dem akustischen Vorbild. Kompakte Digitalpianos wie das Roland FP-90, Yamaha P-515 oder das Kawai ES-8 kombinieren schlanke Abmessungen mit minimalistischem Design und lassen sich dadurch hervorragend in die heimische Wohnlandschaft integrieren.

Digitalpianos der Spitzenklasse

Wem die Piano- oder Flügelklänge und das Anschlagsverhalten der Hammermechanik immer noch nicht ausreichen, für den sind die Digitalpianos aus der absoluten Spitzenklasse die richtige Wahl. Im Preissegment über 3500,- EUR überzeugen die Homepiano Serien von Yamaha (CLP-665 GP, NU1X oder Avant Grand N1), Roland (LX708-CH) und Kawai (CA98 oder CS11) mit dem natürlichen Spielgefühl und Raumklang eines echten Klaviers. Durch die bereits beschriebene Physical-Modelling Technologie, sowie eine besondere Lautsprecheranordnung, wird über teilweise mehrere Lautsprecherpaare und Subwoofer, nuancengenau der brillante Klavierklang wiedergegeben. Wenn man die Augen schließt, glaubt man vor einem echten Klavier zu stehen. Am Klang und dem Spielgefühl gibt es nun wirklich nichts mehr auszusetzen. Jetzt entscheiden nur noch der eigene Geschmack und das persönliche Wohlbefinden.

Stagepianos für Einsteiger

Wenn ihr mit euren gewichteten 88 Tasten häufiger von A nach B unterwegs seid und euch ein kompaktes Digitalpiano bereits zu sperrig erscheint, ist ein Stagepiano die richtige Wahl. Wenn ihr euch einen Überblick verschafft werdet ihr schnell feststellen, dass Holzoptik und Hochglanzlackierung ebenso wenig auf der Checkliste zu finden sind, wie eingebaute Lautsprechersysteme. Stattdessen sollten Einsteiger und Profis gleichermaßen darauf achten, dass ihr Stagepiano möglichst leicht und damit portabel, als auch robust und widerstandsfähig gebaut ist. Im hektischen Bühnenalltag kann es schon mal etwas härter zugehen. Der ein oder andere Kratzer ist vorprogrammiert. Vorprogrammiert sollte für den Einsteiger auch die große Auswahl an unterschiedlichen Klängen und Presets sein. Gängige Stagepiano wie das Kawai MP-7 SE aber auch das Korg SV-1 88 verfügen bereits über verschiedene Grand-Pianos und einer vielseitigen E-Piano-Auswahl (Fender Rhodes, Wurlitzer-Piano, usw.), Orgelsounds (Hammond) sowie dem ein oder anderen Synthesizer- und Streicher-Klang. Die eingebaute Effektpalette (Phaser, Flanger, Rotary-Speaker und verschiedene Amp-Modelle) runden die Klangauswahl ab. Pitch- und Modulations-Räder, sowie die praktischen Split- und Layer-Funktionen sind im Einsteigerpreissegment zwischen 1300,- und 1500,- EUR ebenfalls mit von der Partie.

Stagepianos für Fortgeschrittene und Profis

Fortgeschrittene Spieler sind häufig auf der Suche nach noch authentischeren Pianosounds und damit einer höheren Polyfonie, einer verbesserten Anschlagsdynamik sowie weiteren Features für den Live-Betrieb. Von der Mittel- bis in die Oberklasse rangieren die Modelle vom Yamaha CP88, CP73 und Korg Grandstage 88, über das Kawai MP-11, bis hin zum Roland RD-2000. Alle Stagepianos überzeugen durch einen noch realistischeren Grand-Piano-Klang sowie einer verbesserten Dynamik und Hammermechanik. Noch beliebter für den Bühneneinsatz, sind nur noch die auffallend-rot-leuchtenden Pianos aus Schweden. In der Profiliga fällt die Wahl meistens auf das Clavia Nord Piano 4 oder das Clavia Nord Stage 3 88. Beide Modelle verfügen über eine ebenso beliebte, wie sehr genaue Tastenansprache. Alle wichtigen Funktionen befinden sich bei den Nord-lichtern auf der übersichtlichen Bedienoberfläche und sind von dort aus direkt anwählbar. Das Besondere an den Clavia Modellen ist, dass man sich immer wieder neue Klänge (Update: Nord Piano Library) aus der Bibliothek des Herstellers, direkt in den Flash-Speicher des Stagepianos laden kann. So bleibt der Sound immer aktuell und nach den eigenen Vorlieben angepasst. Darüber hinaus überzeugt das Nord Stage 3 88 mit seiner Orgel-Sektion. Dahinter verbirgt sich eine digitale Zugriegelorgel, welche die Modulation von Orgelklängen zulässt, sowie eine Vielzahl weiterer Regler und Knöpfe zur Steuerung im Live-Betrieb. Für welches Stagepiano man sich letztendlich entscheidet, bleibt wie immer dem eigenen Geschmack und natürlich auch ein bisschen dem Füllstand der Brieftasche überlassen. Den harten Bedingungen im Bühnenalltag, übersteht in der Regel jedes Stagepiano.