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Olli Lohmann

Was ist deine Aufgabe bei session und wie lange bist du schon dabei?
Dabei bin ich seit 2001 und meine Aufgabe bei session ist es, Dinge zu erklären und einzuordnen. Besonders, wenn es im Verkauf darum geht, das eine oder das andere, das billigere oder das teurere. Dinge so zu erklären, dass es irgendwie Sinn macht, sich zu entscheiden, für das eine oder gegen das andere. Egal, ob das jetzt eine Mail oder ein Video ist oder im Laden. Es geht immer darum, Sachen so einzuordnen und zu durchleuchten und auch im Vergleich zu sortieren, dass man in dem, was man sich vorstellt, irgendwie einen Schritt weiterkommt.

Was für ein Instrument spielst du?
Ich spiele GIBSON und FENDER. HSS Strats sind für mich das Geilste, was es gibt. Der Humbucker, der ja normalerweise in eine GIBSON gehört und fett und warm klingt, hört sich in einer Strat völlig anders an. Das ist ein super Sound, der ein bisschen in Richtung Van Halen geht. Es muss aber eine HSS Strat von FENDER mit Vintage Single Coils sein, weil mir damit auch die klassischen Sounds zur Verfügung stehen.

Wie lange machst du schon Musik?

Also meine erste E-Gitarre hab ich mit 13 oder 14 bekommen und seitdem habe ich eigentlich nicht mehr aufgehört, Gitarre zu spielen. Ich war sofort in einer Band, auch wenn wir da halt nur drei Akkorde gespielt haben. Aber wenn ich mir die Kassettenrekorder-Aufnahmen von damals anhöre, spiele ich eigentlich genauso wie heute, nur weniger. Viel weniger Repertoire, nur so drei oder vier Licks, aber die klingen genauso wie heute.

Wo nimmst du deine Inspiration her?
Ich bin unglaublich neugierig und will alles rauskriegen. Das ist nicht nur beim Gitarre spielen so, sondern eigentlich immer. Bei einem Rezept für einen guten Kuchen oder eine gute Salatsoße, will ich wissen, wie das geht. Und wenn ich zum Beispiel irgendein Solo oder irgendeinen Gitarristen höre, der Dinge tut, denen ich nicht so richtig folgen kann, dann will ich diesen Code knacken. Dann setze ich mich abends hin und probiere herauszufinden, was der sich da denkt und versuche mir das zu erklären.

In welchem Genre fühlst du dich zuhause?
Bei mir ging's los mit AC/DC, das ist so das Zentrum von allem. Von da ging es weiter über die klassischen Metal-Sachen wie die New Wave of British Heavy Metal aber auch Yngwie Malmsteen, Nevermore und diversen 7-Saiter Metal. Immer aber gepaart mit dem klassischen Weg, also ZZ Top, Rory Gallagher, Stevie Ray Vaughan, Joe Bonamassa oder John Mayer. Metal ist schon wahnsinnig geil, aber auch sehr komponiert. Es wird nicht viel improvisiert und das hat mich immer ein bisschen gestört. Das ist im Blues natürlich völlig anders. Am Ende stehe ich auf Rock und alles was man schön greifen kann, was einfach viel Energie hat.

Nenne uns drei deiner Lieblingskünstler.
Yngwie ist auf jeden Fall ein Riesen Vorbild, weil seine Spieltechnik so unfassbar schwer zu erreichen ist. Dieser Ton, dieses Vibrato und dieser Typ haben mich einfach immer so sehr geprägt und angetrieben. Angus muss natürlich erwähnt werden, da mein ganzes Kinderzimmer voll mit Angus Young Postern war. Der kompletteste und versierteste Gitarrist, den ich kenne, ist Brent Mason. Sein Album Hot Wired ist auch eins meiner absoluten Lieblingsplatten. Das ist das aller Krasseste, Abgeschlossenste und Verrückteste, was ich mir vorstellen kann.

Auf welchem Album hättest du gerne mitgespielt?
Alben sind immer getragen von den Leuten, die sie gemacht haben. Da dudel ich mir lieber selber mein eigenes Album oder eigenes Universum zurecht, als mir anzumaßen, mich in irgendeinen, schon gesetzten Zusammenhang hineinzuwünschen. Das möchte ich nicht.

Spielst du in einer Band oder Ähnlichem?
Seit ich mit 13 angefangen habe, war ich eigentlich immer in Bands, aber momentan warte ich noch auf neue Herausforderungen.

Was ist dein liebstes Stück Equipment?
Mein MARSHALL JCM 800. Das ist das Zentrum des Universums, von da geht es weiter.

Das Wichtigste beim Musikmachen ist, …?
…dass man das erreicht, was man im Kopf hat und sich wünscht, sich vorstellt und spielen möchte. Dass man das, weswegen man sich eine Gitarre gekauft hat, versucht hörbar und für sich selbst wahr zu machen.

Du bist ja unter anderem auch für deine Liebe zu diversen Custom Shops bekannt. Was bedeutet das für dich?
In der Regel ist es so, dass Instrumente, die aus einem Custom Shop kommen, mit einem Ziel gebaut werden, ohne dabei auf den Preis zu achten. Dort wird alles ausgereizt, was möglich ist, ohne Rücksicht auf den Preis zu nehmen. Es gibt da viele Diskussionen, ob eine Gitarre so teuer sein muss oder darf. Dabei wird aber vergessen, dass die Liebe zu einem Instrument und auch die Liebe zu einer bestimmten Herstellung einen Preis hat. Und bei einer Gitarre aus dem FENDER Custom Shop, die man sich selbst bestellt, hat man eben die Möglichkeit, sich richtig auszutoben. So kann man auch seiner Wunschgitarre Rechnung tragen. Und natürlich freue ich mich auch, wenn Firmen, die so eine Historie haben wie Fender und Gibson, sich dieser verpflichtet und verbunden fühlen und bestmöglich realisieren wollen. Und da kaufe ich mir lieber eine Gitarre weniger, aber eine richtige und freue mich darüber, dass die Gitarre wirklich so ist, wie sie sein soll.