CITES – Information für unsere Kunden

Auf der 17. CITES-Vertragsstaatenkonferenz, die im September/Oktober 2016 in Südafrika stattfand, wurden bedeutende Beschlüsse zur Aufnahme weiterer Holzarten in den CITES Anhang II gefasst. Seit Januar 2017 werden alle Arten (mehr als 300) der Gattung Dalberia spp. (Handelsname Palisander- oder Rosenholz), drei Arten der Gattung Guibourtia spp. (Handelsname Bubinga) sowie die Art Pterocarpus erinaceus (Handelsname Kosso) den Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens unterliegen. 

 

Holz

Was heißt das für den Musiker?

Im Klartext heißt das: Für Musikinstrumente, bei denen zum Bau diese Hölzer verwendet werden, bestehen besondere Bestimmungen. Besonders betroffene Instrumentengruppen sind: Gitarren, Bässe, Drums, Percussion, Orff- sowie vereinzelt Blas- und Tasteninstrumente. Instrumente, die du vor dem 02.01.2017 gekauft hast gilt als Vorerwerbsware, es ist also sinnvoll auch hierfür die Rechnungen aufzuheben und die Instrumente bei der zuständigen Behörde anzumelden. Außerdem bekommst du eine „qualifizierte Rechnung“ mit deinem Namen und deiner Anschrift als Nachweis, dass du das Instrument mit den geschützten Hölzern rechtmäßig erworben hast. Diese Rechnung benötigst du als Nachweis zum rechtmäßigen Erwerb des Instrumentes, z.B. für einen künftigen Wiederverkauf innerhalb Deutschlands bzw. innerhalb der EU.

Hinweis: Bei Kunden mit Lieferanschrift außerhalb der EU müssen Bestellungen von CITES Instrumenten in unserem Webshop aktuell storniert werden. Wir bitten diesen Umstand zu entschuldigen.

CITES-Zertifikat erstellen

Zusätzlich solltest du dir anhand der Seriennummer deines Instruments das CITES-Zertifikat hier erstellen und ausdrucken. Über unsere Datenbank bekommst du das CITES-Zertifikat für dein Instrument, sofern es geschützte Hölzer enthält und du es bei session gekauft hast.
Gitarre

Gitarre

Zusätzliche Genehmigungen außerhalb der EU

Unsere Kunden in Nicht-EU-Ländern, wie z.B. die Schweiz oder Norwegen, müssen sich auf längere Versandzeiten einstellen, da es seit dem 01.01.2017 ein aufwendiges Genehmigungsverfahren gibt, welches zwingend einzuhalten ist: session wird sich für dich, wie bisher auch, um sämtliche Zollformalitäten in Deutschland kümmern. Dazu gehört seit dem 01.01.2017 auch das Beantragen einer so genannten Wiederausfuhrgenehmigung bei dem Bundesamt für Naturschutz. Sobald der Antrag auf Wiederausfuhr genehmigt wurde, erhältst du davon eine Kopie per E-Mail. Mit der Kopie musst du bei deiner zuständige Behörde (für die Schweiz ist das Bundesamt für Lebensmitttelsicherheit und Veterinärwesen BLV zuständig) eine Einfuhrbewilligung beantragen. Die Kontakt-E-Mail-Adresse lautet: cites@blv.admin.ch. Die Kosten für eine Einfuhrbewilligung belaufen sich auf ca. 60 CHF, die du selbst an die zuständige Behörde entrichtest. Du schickst uns eine Kopie der genehmigten Einfuhrbewilligung zurück, damit wir den Zollauftrag in die Wege leiten können. Dieser Vorgang dauert etwa 14 Tage. Bitte beachte, dass ohne diese Genehmigungen und Bewilligungen kein Zollauftrag gemacht und kein Versand in die Wege geleitet werden kann.

 

 

Baum auf Händen

Gute Gründe

Auch wenn das alles sehr umständlich und lästig klingen mag, sollten wir uns bewusst machen, dass diese Regelungen wichtig sind, um zu gewährleisten, dass das Holz aus den richtigen Quellen stammt. Denn nur durch die Kontrolle der Herkunft dieser Hölzer, kann der illegale Handel mit Tropenholz und folglich die unkontrollierte Abholzung der Tropenwälder verhindert werden.

Am Besten ist es natürlich, auf diese Hölzer möglichst ganz zu verzichten. So weichen immer mehr Hersteller auf alternative Hölzer und Materialien aus, die leichter reproduzierbar sind und auch eine gute Haltbarkeit sowie hervorragende Spiel- und Klangeigenschaften besitzen. Daher entscheidest auch du mit deinem Kauf über die Nachhaltigkeit von Musikinstrumenten. Mach mit!