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Virgil Donati Drum Clinic: Don’t Try This At Home

Virgil Donati Session 06 300x199 Virgil Donati Drum Clinic: Dont Try This At HomeGestern, 1. Februar 2012, hatten wir die große Ehre, Virgil Donati bei uns zu empfangen. Für ganze drei Clinics war er in Europa unterwegs, eine einzige davon fand in Deutschland statt, und zwar bei uns in Frankfurt. Bereits in der Ankündigung hier im Blog hatten wir berichtet, dass er mit äußerst bekannten Künstlern wie Steve Vai, Scott Henderson, Steve Walsh, Dave Stewart, Mick Jagger und Josh Stone gespielt hat, als einer von nur sieben Drummern bei Dream Theater vorspielen durfte und vor allem durch sein unglaublich vertracktes, vielschichtiges und trotzdem extrem grooviges Spiel besonders mit der Bassdrum hervorsticht.

Die Drum Clinic fand im provisorischen Domizil der Schlagzeugabteilung in unserem wunderschön umgebauten ehemaligen Frankfurter Handlager statt. Bereits kurz nachdem sich die Türen um 19h öffneten, füllte sich der Raum recht schnell und als der Niederlassungsleiter Oliver Hartmann die Bühne betrat, um Virgil anzukündigen, waren über 80 Gäste anwesend. Dann kam der Meister, setzte sich hinter sein imposantes Pearl-Set und begann zunächst mit dem Song “Quantum Factor” seiner Band Planet X. Man konnte förmlich hören, wie die Kinnladen der Anwesenden sich langsam in Richtung Boden bewegten, denn was der Meister da bot, war ziemlich großes Kino. Darauf folgte der Song “Matrix Gate”, dessen 7/16-Feel er zwar in einfache Worte zu fassen wusste, die aber mit der gehörten Realität recht wenig zu tun zu haben schienen. Bevor es mit “Kingdom of Dreams” weiterging, durfte das Publikum zunächst versuchen, den Groove zu klatschen – was auch ganz gut klappte!

Danach wurde es dann endlich Zeit für ein improvisiertes, zwanzigminütiges Schlagzeugsolo ohne Backing-Tracks. Wenn man sich das anschaute und -hörte, fragte man sich, wie ein einziger Mann mit zwei Armen und Beinen es schaffte, gefühlt gleichzeitig zwei Hi-Hats und zwei Snares zu bedienen und dieses Doublebass-Gewitter ertönen zu lassen. Außerdem kamen auch die beiden Air-Toms zum Einsatz, was zu fast schon akrobatischen Verrenkungen von Virgil führte. Er kam übrigens sehr gut vorbereitet zum Workshop: Anhand von Auszügen aus seinem Buch “Double Bass Drum Freedom”, die an alle Anwesenden verteilt wurden, erklärte er seine Ansätze in Sachen erweiterte Paradiddles oder Foot Flams. Auf seine Ausführungen zu den Layered Grooves – also Grooves verschiedener Taktarten, die übereinander gespielt werden – haben aber sicher die meisten seiner anwesenden Fans gewartet. Und als er dann auf der Doublebass einen 7/4-Takt, und auf Snare und Hi-Hat gleichzeitig einen 5/4-Takt spielte, das Ganze auch noch triolisch, empfahl Virgil dem Publikum mit einem verschmitzten Lächeln, diese Übung lieber nicht zu Hause nachzumachen, da sie ziemlich gefährlich sei. Einige polyrhythmische Übungen, einige Publikumsfragen sowie die beiden Songs “The Thinking Stone” und “Alien Hiphop” später war es nach fast zwei Stunden (!) Drum-Spektakel leider auch schon Zeit, sich zu verabschieden. Virgil bedankte sich herzlich bei Pearl, die ihm das tolle Pearl Masters Premium Legend Set mit den Air-Drums zur Verfügung gestellt hatten, und lud alle ein, ihn diesen Mai bei seiner Europa-Tour mit Allan Holdsworth zu besuchen. Außerdem kündigte er sein schon seit längerem geplantes Soloalbum an, das hoffentlich noch dieses Jahr erscheinen wird.

Insgesamt also ein unterhaltsamer und beeindruckender Abend, der sowohl dem Künstler als auch dem Publikum sichtlich Spaß machte. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Schaut euch die Bilder in der Galerie an, um einen Eindruck von dem Workshop zu bekommen. Unser Dank geht an dieser Stelle an unseren Mitarbeiter Reinhard Schön für die tollen Fotos!

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Kategorien: Drums, Workshops.

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