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Am letzten Donnerstag (22.04.2010) fand im Rahmen Best Service Hands-On Tour der Workshop zu Vienna Symphonic Library (VLS) in unserem Laden statt. Paul Steinbauer, Product Manager bei VLS, demonstrierte ausführlich, wie man mit Vienna Symphonic Instruments mehrere Samples verschiedener Artikulationen eines Instruments auf einer MIDI-Spur kombinieren kann. Beeindruckend war zu sehen, wie intuitiv die Software zu bedienen ist: Samples lassen sich einfach per Drag & Drop in die Zellen des MIDI-Kanals legen und mit übersichtlichen Schaltern lassen sich die Ebenen wechseln. Klickbare Buttons erlauben die einfache Schaltung der verschiedenen Funktionen und einfache Schieberegler dienen zu ihrer Kontrolle. Letztere lassen sich auch einfach per Doppelklick bestimmten externen Controllern zuweisen, wie dem Modulationsrad oder einem breath-controller. Diese beiden Controller waren es, die Paul Steinbauer hauptsächlich verwendete, um während des Spielens zwischen verschiedenen Samples zu wechseln bzw. durch Lautstärke und Expression im wahrsten Sinne des Wortes mehr Ausdruck in die Phrasen zu bringen (Velocity X-Fade). Außerdem konnte man sehen, dass Vienna Symphonic Instruments den Wechsel zwischen den Samples auch gemäß anderer Parameter automatisch vornimmt zum Beispiel durch die Geschwindigkeit oder die Anschlagsdynamik.
Ein weiteres großes Kapitel des Vortrags waren die so genannten „fast repetition samples“ für die Tonwiederholungen in hohen Tempi um die 150, 170 und 190 BPM aufgenommen wurden. Auch hier wurden einige der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses Stilmittels demonstriert. Außerdem zeigte Paul Steinbauer die neuen Samples des Vienna Choir. Hervorragende Samples österreichischer Chöre und Sänger auf „a“ und „u“ sowie in Kombination mit einzelnen Konsonanten zur Steigerung des Ausdrucks oder für ein Stück in dem der Chor „Sa – ha – ra“ singen soll.
Neben der Vienna Instruments wurde auch Vienna Ensemble Pro erläutert. Es lässt sich als Plug-In in einen Sequenzer einbinden und verbindet sich als Master-Server mit verschiedenen Slaves, die z.B. ein oder mehrere Vienna Instruments auf dem gleichen Computer sein können oder auch Instrumente auf einem anderen Rechner, der über ein Netzwerkkabel verbunden ist.
Zum Ende des Workshops ging Paul Steinbauer noch auf die Vienna MIR ein. Mit dieser Software lassen sich akustische Eigenschaften der verschiedenen Säle des Wiener Konzerthauses simulieren. So bekommen die klassischen Instrumente der Vienna Instruments einen ganz natürlichen Raumeffekt. So kann man auch selbst entscheiden an welchen Stellen im Raumdie virtuellen Mikrofone stehen sollen, um bestimmte Instrumente in Szene zu setzen.

