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Musik- und Kunstschule Rheingau

muk logo1 150x150 Musik  und Kunstschule Rheingau

Hallo liebe Blogleser,

im benachbarten Rheingau dreht sich nicht alles um edle Rebsorten. Auch die Förderung unterschiedlicher Nachwuchskünstler kommt dort keinesfalls zu kurz …Die heutige MUK Rheingau e.V. wurde 1980 als erste Musikschule der bekannten Weinbauregion ins Leben gerufen. Sieben Jahre später ging sie mit zusätzlicher Ausbildung in Malen und Zeichnen offiziell als erste Musik- und Kunstschule Hessens hervor.

My school is my castle

Triste Büro- und Schulräume für müde Pädagogen? Keineswegs, der Ort des kreativen Geschehens ist ein Schloss – das Schloss Kosakenberg in Geisenheim, das gut erreichbar in Bahnhofsnähe liegt. Ebenso erstaunlich wie die Location selbst, ist das Lehrangebot der Rheingauer Musik- und Kunstschule.

Die Musikalische Früherziehung weckt erste musische Interessen und schult bereits Fähigkeiten der Vorschulkinder. Der als “Musikalisches Experimentieren” betitelte Schnupperkurs führt die Jüngsten an viele Musikinstrumente heran, die sie anschließend im Einzel- oder Gruppenunterricht erlernt werden können. Eine der Devisen: Musik macht viel Spaß ohne sie pauken zu müssen. Dies vermittelt ein stets gut gelauntes, motiviertes Kollegium, das sich aus unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammensetzt. Das ist auch gut so für die zahlreichen Schüler, denn sprichwörtlich findet sich für jeden Topf fast immer ein passender Deckel.

Mehr als Tonleiter und Klangfarben

Seit dem offiziellen Gründungsjahr 1987 widmet sich die Schule auch der bildenden Kunst. Die Malkurse wenden sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die freies Zeichnen spielerisch erlernen wollen und zum Experimentieren mit Farben und Formen herangeführt werden möchten. Im Töpferkurs sehen Kinder zwischen etwa sechs und zehn Jahren, wie man originelle Figuren aus Ton herstellt. Auch Erwachsene kommen gern zur MUK nach Geisenheim. Sie erlernen das Spiel ihres Lieblingsinstruments oder nehmen an den Acryl- und Aquarellkursen teil. In der Musikwerkstatt warten weiterführende Themen: So zum Beispiel kann man sich in die Regeln der Harmonielehre und Komposition einführen lassen oder kreativ mit dem Computer arbeiten. Nicht zuletzt finden an der MUK Rheingau regelmäßig Kurse in Tai Chi Chuan statt.

Was die MUK Rheingau so einmalig macht,
verrät Schulleiterin Angelika Börner.angelika boerner Musik  und Kunstschule Rheingau

Die Anfänge – nur gute Perspektiven?

Angelika Börner: Nach meinem Studium vor 30 Jahren und der Diplomarbeit zum Thema “Musikalischer Beginn im Kindergarten” bei Frau Dr. Abel-Struth in Frankfurt war mir klar, dass ich – um eine Veränderung in der musikalischen Ausbildung zu erreichen – selbst aktiv werden musste. So beschlossen mein damaliger Ehemann (Gitarre) und ich (Klavier, Blockflöte, Musikalische Früherziehung) eine Musikschule im damals unterversorgten Rheingau zu eröffnen. In Rüdesheim gesellte sich bald ein Schlagzeuger hinzu und eine junge offene Musikszene entwickelte sich, wozu noch ein kleiner Musikladen (Noten, Gitarren und so weiter) eingerichtet wurde. Aufgrund hoher Steuern, Mieten und Nebenkosten konnten sich der Laden wie auch die Schule nicht finanziell halten.

Wie entstand die heutige Musik- und Kunstschule?

Angelika Börner: 1987 hatten wir die Idee, einen Verein für kulturelle Jugendarbeit mit dem Konzept der „Multimedialität“ zu gründen. Dies war die Geburt der „Musik- und Kunstschule“, damals einmalig in Hessen. Neben der Musik standen bildnerisches Gestalten,Theater,Literatur und Rhythmik auf dem Programm. Fächerübergreifender Unterricht und Förderung von Projekten wie Rockwerkstatt, Musiktheater und Hörspiele wurden möglich.

Beliebt sind vor allem die Fächer Gitarre, Schlagzeug, Klavier und Bass. Dabei verleihen die aus dem Musikbusiness bekannten Lehrkräfte der MuK das gewisse Statussymbol. Zusätzlich sind unsere pädagogischen Ziele, den Menschen als „ganzheitlich zu erfahrenden“ zu sehen, Grund, dass viele den Weg nach Geisenheim finden. Jeder wird entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten gefördert und motiviert. Erst so bleibt der Spaß am Musizieren und am kreativen Gestalten dauerhaft erhalten, was sich auch an unseren Vorspielnachmittagen zeigt.

Gestaltet sich der Unterricht anders als früher?

Angelika Börner: Durchaus. Aber natürlich dürfen auch heute musiktheoretische Grundlagen nicht zu kurz kommen. Heute aber sind viele Kinder und Jugendliche mit “Lernen” überlastet. Daher ist es wichtiger denn je, andere Methoden des Musiklernens in den Unterricht einzubeziehen – etwa durch Improvisation, Computer oder Notenspiel. In jedem Fall gehören dazu die richtigen Instrumente – und da ist Musik Schmidt in Frankfurt ein wichtiger Ansprechpartner.

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Kategorien: Musikunterricht.

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