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Beim Session Music Videowettbewerb voten Session Music Video Star Musikmesse 2012

Musiker-Portrait: Stefan Varga

 Musiker Portrait: Stefan Varga

Hallo Blogleser,

zum Jahresauftakt erfahrt ihr ein Interview mit dem Gitarristen Stefan Varga, der neben dem Unterricht an Musikschulen auch mit seinen eigenen Konzerten auf sich aufmerksam macht. Im Fokus steht vor allem das Duo West and East.


Stefan, welches Konzept verbirgt sich hinter dem Projektnamen West and East?

Stefan Varga: West and East ist mein Duo mit dem ungarischen Gitarristen Tibor Eichinger. Wir spielen ausschließlich Eigenkompositionen und versuchen im Duo die Unterschiedlichkeiten unserer Schreib- und Spielweisen, die ja auch durch unsere Herkunft geprägt sind, kommunikativ zu verschmelzen. Dieser Prozess, der sich örtlich zwischen Budapest und Frankfurt, musikalisch zwischen Klassik, Jazz und Volksmusik beziehungsweise zwischen Einflüssen aus Osteuropa, Amerika und dem Rest der Welt abspielt, hat sich als sehr fruchtbar erwiesen – und es macht einen Heidenspaß. EichingerVarga 1 by Váci 300x300 Musiker Portrait: Stefan Varga

Gerade erschien unsere neue CD “Balkan Ska”, ein Livemitschnitt vom Budapester Jazzfestival. Darauf finden sich 10 sehr unterschiedliche Titel wie zum Beispiel Tibors “A Man From Tirana”, ein sehr rhythmisches und durcharrangiertes Feuerwerk, das von albanischer Musik inspiriert ist und für hiesige Ohren wegen seiner Tonleitern und der off-beat-Phrasierung eher exotisch klingt. Mein “St. Jean” ist ein kontrapunktisch gehaltenes Duo mit einem wunderbaren lyrischen Solo von Tibor, während “Days Of Spring” die Spielfreude der Country- und Popgitarre aufleben lässt. Wir haben auch zwei Hommagen an verehrte Gitarrenkollegen mit drauf: “Terje” erinnert mit seinen wilden und freien Parts an Terje Rypdal, während “Fred´s Blues” dem Gitarristen Fred Frith gewidmet ist.

Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit?
Stefan Varga: Ich lernte Tibor, der in Budapest lebt, 1997 auf einer meiner unzähligen Ungarnreisen bei einer Session kennen. Aus der eher privaten Freundschaft und dem gemeinsamen Jammen erwuchs dann der Wunsch, ein Duo zu versuchen. 2004 nahmen wir das Debutalbum in Budapest auf, bestehend aus 50% Tibor und 50% Stefan.  Mittlerweile haben wir an die 100 Konzerte gegeben und können trotz der großen räumlichen Distanz von 1000 km sehr gut zusammenarbeiten. Wir schreiben schon speziell auf den anderen Duopartner abgestimmt und schicken uns die neuen Stücke zu. Wir spielen meist 2 kürzere Touren pro Jahr in Ungarn und Deutschland, vor denen wir dann gemeinsam proben oder ins Studio gehen.

West and East: Days Of Spring

Ist ein Studio-Album geplant?
Stefan Varga:  Wie gesagt, unser Live-Mitschnitt Balkan Ska  ist veröffentlicht und mit einigen Konzerten vorgestellt, aber das nächste Studio-Album kommt bald, denn wir haben schon wieder viele neue Titel.  Beispielsweise habe ich für die Dezemberkonzerte in Berlin einige ungarische Weihnachtslieder für das Duo bearbeitet und diese neuen Songs würde ich auch gerne mit Tibor aufnehmen. Ist halt immer eine Frage des zeitlichen und finanziellen Aufwands.

Mit welchem Equipment arbeitest Du live?
Stefan Varga: Das kommt natürlich auf die Band an! Im Duo spiele ich eine 1974er Apokov Konzertgitarre oder eine Godin SA Nylon ohne Effekte in den AER Compact 60 sowie eine 74er Gibson ES-175 über eine “Eisenbahn” in den Fender HotRod DeVille 410. An Effekten verwende ich gerne den E-Bow, TC Chorus, Boss OD-3 und DD-5, ein Wah sowie den XXL von Tech 21. In der Funkband Midnight Creeper benutzte ich ausschließlich die PRS EG-1, das ist eine tolle und vielseitige Gitarre. Die Godin und den AER habe ich bei Musik Schmidt gekauft.

Im letzten Herbst warst Du im RheinMain-Gebiet unterwegs – welche Eindrücke bleiben?

Stefan Varga: Das war eine ganz tolle Tour mit Tibor. Im Wiesbaden trafen wir auf viele Hörer im Lokal Weinländer sowie auf ein spannendes, andächtiges Konzert in der Eppsteiner Talkirche. Der Halloween-Gig war funky mit den Midnight-Creepers im tanzenden Hofheimer Jazzkeller und wunderschön der Gig mit Teresa (Duetto – italienische Lieder) beim Biebricher Kulturherbst. WestEast live by Raimund Knösche 300x225 Musiker Portrait: Stefan Varga Im Dezember war dann Berlin dran mit Tibor, das macht immer Spaß weil wir dort auf ein anderes Publikum treffen und auch jetzt  wieder neue Zuhörer gewinnen konnten. Leichter als früher ist die Livemusik-Situation wohl kaum. Alle sagen, es sei schlechter, aber das sagen sie konsequent seit Jahren. Ich fand es schon immer schwierig, sein Ei zu legen und bin heute durch bessere Bands und gewisse Erfahrungen, auch Desillusionierungen, eigentlich zufriedener damit als früher.

Noch eine Frage an den Pädagogen: Vermittelst Du bestimmte Live-Themen auch bei Deinem Job als Musiklehrer?
Stefan Varga: Na klar, ständig. Timing, Improvisation, Zusammenspiel: Darum geht es doch bei dem Ganzen!  Das wird beim Einzel- wie beim Gruppenunterricht geübt – zuhören, reagieren, kreativ sein. Bereits bei den Minis im Schnupperpurs werden gemeinsame Stücke geprobt, wobei Timing und Zusammenspiel natürlich im Vordergrund stehen. Im E-Gitarren- und Bandunterricht nimmt die Improvisation, also das Suchen nach der eigenen Stimme, einen wichtigen Platz ein.

Weitere Infos

Die Homepage: www.stefan-varga.de
MySpace: www.myspace.com/stefanvarga

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Kategorien: Musiker.

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1 Antwort

  1. Prima !!! Wunderbare !!!
    Congratulations !
    Viel Gute Musik !

    Afrânio12. Oktober 2010 @ 17:26



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