Die Gerüchteküche brodelte schon etwas länger, in den einschlägigen Social Media gab es in den letzten Wochen die eine oder andere Vorschau und auch auf der Anlaufstelle für Ace Frehley Signature Gitarren, acefrehleylespaul.com, ging es bereits seit November rund. Gestern war es auf der NAMM in Anaheim dann endlich soweit: Die Ace Frehley Budokan Les Paul Custom wurde offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich dabei um eine extrem authentische Replik der Originalgitarre, die Ace 1977 während der KISS-Shows im legendären Budokan in Tokio, Japan, spielte. Ganz nebenbei stellten KISS damals einen Rekord ein, den die Beatles seit 1966 hielten, indem sie vier Nächte hintereinander vor ausverkauftem Haus spielten. Im darauffolgenden Jahr setzen sie dann noch einen drauf, indem sie fünf Shows hintereinander auszuverkauften.
Um ein perfektes Ergebnis zu erreichen, arbeitete Gibsons Custom Shop eng mit Ace Frehley sowie dem aktuellen Besitzer der Originalgitarre, Matt Swanson zusammen. Ganz wie das Vorbild hat die Budokan Paula eine dreiteilige Ahorndecke auf einem Sandwich-Body, der aus zwei Teilen Mahagoni mit dünnem Ahornfurnier in der Mitte und als Boden besteht. Der Blickfang ist sicherlich – neben der extrem vintage-mäßigen Heritage Cherry Sunburst Nitro-Lackierung, die per Hand aufgesprüht wird – die Tonabnehmer-Bestückung mit drei “period-correct” DiMarzio-Humbuckern, sie entsprechen also von der Ausführung und dem Sound her ganz den Originalen. Am Hals und in der Mitte finden sich zwei PAFs, der Super Distortion am Steg liefert besonders fette Lead- und Rhythmus-Sounds. Natürlich darf auch der modifizierte Pickup-Schalter nicht fehlen, der es nur erlaubt, den Steg-Pickup anzuwählen, um damit den typischen Ace Frehley Sound zu erhalten.
Die Gibson Ace Frehley Budokan Les Paul Custom ist welweit auf nur 300 Exemplare limitiert. 50 davon sind Aged/Signed-Modelle, die von Ace selbst angespielt wurden, 100 sind Aged, weisen also alle Abnutzungsspuren des Originals auf, und 150 sind VOS-Modelle und wirken somit, als hätte man sie in den 70ern gekauft und seitdem gut aufbewahrt, aber nie gespielt. Der Spaß ist natürlich nicht ganz billig, aber dem Erfolg anderer Modelle wie der Eric Clapton “Beano” oder der Randy Rhoads nach zu urteilen dürfte dieses Kontingent auch relativ schnell vergriffen sein. Wir haben ein paar Exemplare für euch bestellt, die hoffentlich in den nächsten Wochen bei uns eintreffen werden.



